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>> Der Vogelzug im Klimawandel >> Infopool >> Vogelzug >> Vogelbibliothek >> Gelbspötter
Der Gelbspötter (Hippolais icterina) war früher ein sehr häufiger Besucher aller Klein- und Großgärten, aber heute sieht man ihn eher selten.
Er ist ca. 12 bist 24 cm groß, sehr beweglich und sein Gefieder ist grau bis gelblich. Er hat einen langen, spitzen Schnabel und ernährt sich von Insekten, Spinnen, Beeren und anderen Weichtieren. Er hält sich gerne in Hecken, Wäldern und Siedlungen auf.
Die Brutzeit beginnt im Mai, im Juli werden die Jungen selbstständig. Das Nest ist aus Gras und Stöcken gebaut und mit Speichel zusammengeklebt. Darin legt das Weibchen 4 bis 6 leicht rosa gefärbte Eier, sie werden 12 bis 14 Tage bebrütet.
Der Gelbspötter kann Kuckuckseier erkennen und wirft sie dann aus dem Nest.
Zug
Der Gelbspötter ist ein Langstreckenzieher. Er ist nur im Juni und Juli in seinem Brutgebiet anzufinden. Er überquert in einem Zug das Mittelmeer und die Sahara. An der nordafrikanischen Küste macht er im Frühjahr eine Pause und fliegt dann weiter zum Kaspischen Meer.
Gelbspötter im Klimawandel
Der Klimawandel treibt den Gelbspötter weiter zum Brüten nach Norden in die kälteren Gebiete, das lässt die Nahrungssuche schwieriger werden und sein Verbreitungsgebiet zusammenschmelzen. Als Folge geht der Bestand seit einigen Jahren konstant zurück. Der Gelbspötter ist in die rote Liste als bedrohte Vogelart eingetragen worden.
Clarissa Siegel
Quellen: