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Man sieht den Turmfalken (Falco tinnunculus) oft über die Felder fliegen und ganz plötzlich bremst er ab und bleibt in der Luft stehen.
Der Rüttelflug ist eine besondere Eigenschaft des Turmfalken. Er hält sich durch heftiges Flügelschlagen an einem Punkt und verbraucht dabei sehr viel Energie. Um diese zu sparen, hat der Turmfalke bei Gegenwind eine Technik entwickelt, bei der er sich gegen den Wind stemmt.
Seine Nahrung hängt von der Jahreszeit und dem Lebensraum ab. Fledermäuse, Insekten, Mäuse und andere Kleinwirbeltiere sind seine Beutetiere.
Junge Turmfalken in der Bruthöhle
Das Weibchen ist 38 cm und das Männchen 34,5 cm groß. Es hat einen hellgrauen Kopf, einen rotbraunen Rücken, der von schwarzen rauteförmigen Flecken geziert ist. Die Unterseite des Körpers ist crèmefarbig. Das Weibchen hingegen ist komplett braun und die Flecken zieren den ganzen Körper.
Der Turmfalke brütet gerne in hohen Gebäuden wie Kirchtürmen, daher auch sein Name. Weil sie keine Nester bauen, brüten sie in Höhlen.
Die Brutzeit beträgt 27-31 Tage. Das Weibchen legt ungefähr 3 bis 6 Eier. Nachdem die Jungen geschlüpft sind, verlässt die Mutter kaum die Brutstätte. Das Männchen besorgt die Nahrung, meistens ist es eine tote Maus oder andere Kleintiere.
Zug
Von September bis Mitte Mai hält der Turmfalke sich in wärmeren Gebieten auf. Er hat zwei Routen, um zu seinem Winterquartier zu gelangen. Auch bei schlechtem Wetter können sie die Alpen im Tiefflug überqueren. Das setzt ein fliegerisches Können voraus. Sie überwintern in Mitteleuropa und in einigen Teilen von Afrika.
Turmfalken im Klimawandel
Wie viele andere Vögel, hat der Turmfalke seine Rückkehr aus seinem Winteraufenthalt vorverlegt. Das ist ein großer Nachteil, da dann trotzdem nicht mehr genug Nahrung vorhanden ist und einige Jungen verhungern müssen.
Clarissa Siegel
Quellen: